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  • Anna

Der Countdown läuft...

In 3 Tagen geht es los - die Ausreise in den Senegal steht kurz bevor!

Bis zu diesem Zeitpunkt war es eine lange Achterbahnfahrt, die nun endlich zu einem guten Ende gekommen ist. Denn dass ich diesen Weltfreiwilligendienst machen darf war nicht immer klar, weshalb ich diesen jetzt noch mehr begrüße und wertschätze.


Schon vor meinem Abi war mir klar, dass ich einen Freiwilligendienst in Afrika absolvieren möchte. Deshalb habe ich mich schon frühzeitig beworben, als von Corona noch überhaupt gar keine Rede war. Im Dezember 2019 habe ich mich bei der Erzdiözese Bamberg für eine Einsatzstelle in Alenga, Uganda beworben, die ich nach dem Abitur im folgenden Jahr antreten wollte. Dann änderte sich im März 2020 alles, das ist ja allseits bekannt: Corona hat die Welt zum Stillstand gebracht. Alle damaligen Freiwilligen wurden per Rückholaktion zurück nach Deutschland gebracht und die Vorstellung, im September nach Uganda ausreisen zu können verabschiedete sich mehr und mehr. Im Juni kam dann die endgültige Absage.

Für mich war das eine ziemlich traurige Zeit, denn dieses Jahr war, auch wenn es total kitschig klingt, mein Traum. Doch durch Corona habe ich gelernt, manche Dinge so hinzunehmen, wie man sie vom Leben eben bekommt und ich habe weiter nach vorne geschaut. Stattdessen habe ich einen Bundesfreiwilligendienst in München absolviert. Für mich war das in diesem Moment die beste Option, doch ich habe während diesem Jahr vermehrt das Fernweh gespürt. Also ging ich diesem Gefühl nach und habe mich wieder für den Jahrgang 2021/22 beworben, dieses mal aber für eine Stelle im Senegal. Und ehe ich mich versehen konnte ging es los mit der Vorbereitung:


Ende Mai stand das erste Online Vorbereitungsseminar an. 11 junge und motivierte Freiwillige kamen zusammen um gemeinsam in die Vorbereitungszeit einzusteigen - ohne überhaupt eine sichere Zusage zu haben, ob der Dienst überhaupt absolviert werden kann!

Ende Juni haben wir uns dann endlich in Präsenz getroffen und hatten eine wunderbare inspirierende aber auch anstrengende Seminarwoche! Wir haben uns mit zahlreichen Themen beschäftigt, die im Jahr auf uns zukommen können/werden:

Armut/Ungerechtigkeit, Tropenmedizin, Selbstbehauptung, Krisenmanagement, interkulturelle Kommunikation, "White Saviorism", Öffentlichkeitsarbeit, Nachhaltigkeit, usw.

Viele Themen gingen einem selbst sehr nah und die Eindrücke wirkten noch sehr lange nach. Doch sich auch mit kritischen und harten Themen auseinander zu setzen halte ich für durchaus sinnvoll (zum Beispiel haben wir darüber diskutiert, wie Freiwillige in den Einsatzländern bei der Bevölkerung ankommen können und was unsere Rolle als Freiwillige sein wird).

Ende Juli kam dann die eindeutige Zusage, dass es im September losgehen kann - für Caro und mich schon eine Überraschung, denn wir haben noch nicht so früh mit der guten Nachricht gehofft.

Unseren Mitfreiwilligen drücken wir nun ganz fest die Daumen und hoffen, dass ihr Jahr in Tansania auch bald beginnen kann!



Anschließend hatten Caro und ich zwei Tage Länderseminar, organisiert vom BDKJ Bamberg, bei dem wir uns mit ehemaligen Freiwilligen speziell über das Leben im Senegal unterhalten haben. Endlich konnten wir spezifische Fragen klären und eine konkrete Packliste schreiben. Auf welches Klima können wir uns einstellen? Was sollten wir nicht mitnehmen? Was ist gang und gäbe im Senegal und was sind "No-Go's"? Alle Fragen wurden super beantwortet und kleine Sorgen wurden gemindert - vielen Dank Janina, Laura, Stefan und Eva!

von links nach rechts: Janina, Laura, ich und Caro

Nach dieser intensiven Vorbereitungszeit fühle ich mich richtig gut ausgerüstet. Ich habe tolle Menschen kennen gelernt und weiß, dass ich jederzeit zu meinen Ansprechpartnern kommen kann. Verabschiedet haben Caro und ich uns dann Ende August bei unserem sehr schönen Aussendungsgottesdienst in Bamberg. Anfang September wurde ich dann separat von meiner Gemeinde St. Katharina in München ausgesendet und verabschiedet.



Foto: Marion Krüger-Hundrup | Aussendungsfeier für Carolina Bickel (rechts) und Anna Weber mit Erzbischof Ludwig Schick, Pater Roberto Turyamureeba, Abbé Moise Seck, Diözesanjugendpfarrer Norbert Förster und einem Fahnenträger des BDKJ, Florian Hörlein

Trotzdem kann ich es immer noch kaum glauben, dass es nun bald losgehen soll, all das wirkt einfach nur so surreal: Während einer weltweiten Pandemie aufzubrechen, um sich an einem neuen Ort nieder zu lassen. Der Gedanke ist immer noch ziemlich aufregend und auch ein bisschen beängstigend, doch die Vorfreude ist riesig und übertönt alles andere.

In den letzten beiden Wochen vor der Ausreise habe ich mich voll und ganz auf das Jahr konzentriert und das war auch nötig, denn es gab viel zu tun:

Untersuchung und Impfungen beim Tropeninstitut, Visum beantragen, Reisepass erneuern, Vollmacht schreiben, Ausweise und alle möglichen Dokumente zusammen tragen, die Einkaufsliste abhacken und noch viel mehr..

Doch diese riesige To Do Liste von vor ein paar Wochen passt jetzt endlich auf ein einziges Post It, was für ein gutes Gefühl!

Au revoir und bis zum ersten Bericht aus dem Senegal in ein paar Wochen!


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